Switcher

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1981 als Mabrouc SA vom Student Robin Cornelius gegründet zwecks der Vermarktung der Marke Switcher und später zusätzlich der Marke Whale. Die erste Kollektion von Switcher umfasste zwei Produkte: Ein T-Shirt und ein Sweatshirt. 1985 wurde das Farbensystem eingeführt, das dem Konsumenten immer gleichbleibende Farben garantieren soll. 1986 wurde in Mont-sur-Lausanne ein Dauerlager aufgebaut. Ein Jahr später begann die Zusammenarbeit mit dem indischen Lieferanten «Prem Group» mit dem bis heute zusammengearbeitet wird. Am 25. März 2004 wurde von Switcher die Switcher Stiftung gegründet, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt. Seit Juli 2010 ist die indische Textilgruppe Prem Group Company (PGC) neben Gründer Robin Cornelius Mitbesitzerin der Switcher SA.

Das Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 82 Millionen Schweizer Franken. Die Textilien werden von Geschäftspartnern mit Produktionsstandorten in China, Indien und Portugal hergestellt und über ein Netz von rund 450 im Franchising vergebenen Verkaufsstellen vertrieben.

Wahrnehmung der sozialen Verantwortung

Ab 1991 wurden verschiedene Massnahmen ergriffen die die soziale Verantwortung des Unternehmens in den Mittelpunkt rückten und so versuchte man nach eigenen Angaben beeindruckt vom Umweltgipfel in Rio de Janeiro 1992, «das globale Konzept aus diesem Treffen in lokale Aktionen zu übertragen», so wurde in der Folge die ganze Unternehmenspolitik überarbeitet. 1998 ist ein Verhaltenskodex für die Zulieferer von Switcher in Kraft getreten, die durch regelmässige Audits überprüft werden. Im gleichen Jahr nahm Switcher am Pilotprojekt Clean Clothes Campaign teil. 2003 wurde schliesslich ein erster CSR-Bericht aus dem Jahr 2002 veröffentlicht sowie ein Personalrat geschaffen. Im Jahr 2004 wurde die Switcher Stiftung gegründet, die sich mit Projekten in Afrika, China und speziell in Indien für eine nachhaltige Entwicklung einsetzt. 2005 wurde die Seite respect-inside.org erstellt, bei der man den Weg jedes einzelnen Produktes anhand einer "DNA" zurückverfolgen kann. Im Jahr 2006 wurde die Kollektion von Switcher zum 25-jährigen Jubiläum der Firma in fünf Grundwelten neu organisiert. Seit 2007 ist Switcher als erste Schweizer Textilproduktionsfirma Mitglied bei der Fair Wear Foundation.

Die Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern verglich 2010 mittels Umfragen und Internetrecherchen bei 77 Modelabels die Standards der Arbeitsbedingungen in Produktionsländern. Switcher wurde dabei in die beste Kategorie "Fortgeschrittene" von fünf Kategorien eingestuft.